Volksbank Delbrück-Hövelhof zieht positives Fazit ihres Geschäftsjahrs 2014

Auf hart umkämpftem Markt erfolgreich behauptet

Die Volksbank Delbrück-Hövelhof ist mit Verlauf und Ergebnis ihres Geschäftsjahres 2014 „insgesamt zufrieden“. „Wir haben uns in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld und auf einem hart umkämpften regionalen Bankenmarkt erfolgreich behauptet“, resümiert Vorstandsvorsitzender Franz Lipsmeier die abgelaufenen zwölf Monate. Sichtbares Zeichen für den geschäftlichen Erfolg der heimischen Kreditgenossenschaft: Ein solides Ergebnis, das einmal mehr eine Gewinn-Ausschüttung an die 14.965 Mitglieder (darunter 355 neue Teilhaber) erlaubt. Franz Lipsmeier: „Trotz anhaltender Niedrigzinsphase wollen wir Kontinuität in der Dividendenpolitik zeigen und die Mitgliedsguthaben mit 5,5 Prozent verzinsen.“ Die Entscheidung darüber trifft die Vertreterversammlung, die im Juni zusammentritt.

Auf der Tagesordnung steht dann auch der Beschluss über die Verschmelzung des Instituts mit der benachbarten Volksbank Kaunitz. Beide Partner sind sich einig, wie sie ihre Bankenehe vollziehen und später leben wollen. Mit der Unterzeichnung des Fusionsvertrags durch die Vorstände und Aufsichtsräte beider Häuser ist zwischenzeitlich auch das „Aufgebot“ bestellt. Am Zuge sind jetzt die Mitglieder aus Kaunitz. Votieren sie Ende Mai mit 75-prozentiger Mehrheit für das Vorhaben und erzielt wenige Tage später auch die Delbrück-Hövelhofer Vertreterversammlung dieses Ergebnis, entsteht rückwirkend zum 1. Januar 2015 eine neue starke Volksbank im Schnittpunkt der drei OWL-Zentren Bielefeld, Paderborn und Gütersloh.

Innerhalb dieses Städtedreiecks herrscht unter den Anbietern von Finanzdienstleistungen ein harter Verdrängungswettbewerb. Umso mehr freut sich die hier beheimatete Volksbank Delbrück-Hövelhof darüber, dass sie ihren Geschäftsumfang im Jahr 2014 weiter ausbauen konnte. So stieg das betreute Kundengesamtvolumen (Anlagen und Ausleihungen in der eigenen Bilanz und bei Partnerunternehmen aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe) um 2,7 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Großen Wert legt die Volksbank auf eine weitgehend unabhängige Anlageberatung ihrer Mitglieder und Kunden. Vorstand Jörg Horstkötter: „Unsere Mitarbeiter haben keine Vorgaben. So individuell jeder Kunde ist, so individuell muss auch seine Vermögensstruktur sein.“

Bei den eigenen und den vermittelten Ausleihungen an Kunden verzeichnet die Volksbank einen Zuwachs von 1,9 Prozent auf knapp 466 Millionen Euro. Für 2015 rechnet das Institut hier mit höheren Werten. Vorstand Rudolf Hagenbrock: „Das Kreditgeschäft hat sich zu Jahresbeginn spürbar belebt. Wir gehen derzeit von einer Steigerungsrate von 3,0 Prozent plus X aus.“

Zufrieden äußern sich die Vorstände zur Ertragslage ihrer Bank. Rückgänge aus dem zinsabhängigen Geschäft konnten durch höhere Erträge aus dem Vermittlungsgeschäft zum Teil kompensiert werden. Alles in allem erreichte die Bank einen Jahresüberschuss knapp unter Vorjahresniveau. Franz Lipsmeier: „Das Ergebnis versetzt uns weiter in die Lage, ausreichend Risikovorsorge zu betreiben, die Mitglieder am Erfolg zu beteiligen und die Rücklagen zu stärken.“ Schon heute verfügt die Volksbank Delbrück-Hövelhof über eine vergleichsweise komfortable Eigenkapitalausstattung. Jörg Horstkötter: „Forderungen nach Basel III, die erst im Jahr 2019 wirksam werden, erfüllen wir schon zum jetzigen Zeitpunkt.“

Keine Veränderungen meldet die Bank beim Personal und in ihrer Präsenz in der Fläche. Zum Stichtag zählte das Institut 168 Mitarbeiter/innen, von denen sich zehn noch in der Ausbildung befanden. Die Zahl der Bankstellen liegt nach wie vor bei elf.