Delbrück, 28. Oktober 2015

1. PflegeForum in der Volksbank
Delbrück-Hövelhof

Umfangreicher Überblick über Pflege & Co.

Auf großes Interesse ist eine Einladung der Volksbank Delbrück-Hövelhof zum ersten Pflegeforum gestoßen. Rund 70 Interessierte besuchten die Informationsveranstaltung in der Delbrücker Haupstelle. Mit dem Zitat: „Informiere dich in der Zeit, dann wirst du in der Not nicht überrascht!“, begrüßte Vorstandsmitglied Jörg Horstkötter die Gäste.

(v.l.) Vorstand Jörg Horstkötter, Hans-Werner Hüwel, Sabine Gündchen, Andrea Löhr und Stephan Hüllmann

Vier Referenten folgten dieser Aufforderung und informierten die Teilnehmer über aktuelle Themen von der Vorsorge und Absicherung bis hin zu Möglichkeiten der Unterbringung und Angebote der Pflegeeinrichtungen vor Ort.

Sabine Gündchen, Pflegeberaterin der Compass Pflegeberatung, zeigte die typische Vorgehensweise von der Beantragung bis zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit auf. Worauf sollte man sich einstellen bei einem Besuch eines Gutachters und welche Fehler gilt es zu vermeiden? Auf beide Fragen lieferte sie profunde Antworten.

Juristische Ausführungen zum Thema der gesetzlichen Betreuung und zur Vorsorgevollmacht stellte Rechtsanwalt Stephan Hüllmann vor. Sein Appell an die Zuhörer: „Regeln Sie Ihre Angelegenheiten rechtzeitig. Kümmern Sie sich um diverse Vollmachten wie Vorsorge- und Bankvollmachten, Patientenverfügungen und ihr Testament. Damit es später nicht zu Missverständnissen kommt.“

Hans-Werner Hüwel, Bereichsleiter der Caritas, nahm den Gästen ein wenig die Angst. „Nicht alle Menschen werden pflegebedürftig. Ab 80 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit allerdings signifikant.“ Als Träger vieler Pflegeheime in der Region stellte der Bereichsleiter der Caritas die verschiedenen Wohnformen vor. Zwischen dem Älterwerden in den eigenen vier Wänden oder in einer Pflegeeinrichtung vor Ort gebe es mittlerweile viele Möglichkeiten der Unterstützung. Ambulante Pflege, Tagespflege, gemeinsame Wohnprojekte und vieles mehr. Er appellierte an die Zuhörer sich betreute Wohneinheiten genau anzusehen. Hüwel: „Betreutes Wohnen“ ist kein geschützter Begriff. Somit sind große Unterschiede im Preis-/Leistungsverhältnis abzuwägen.“

Als vierte und letzte Referentin des Abends machte Andrea Löhr, Versicherungsexpertin der R+V Versicherung, auf die Versorgungslücke aufmerksam und zeigte Möglichkeiten der privaten Vorsorge auf.