Delbrück, im März 2016

Volksbank Delbrück-Hövelhof mit abgelaufenem Geschäftsjahr zufrieden

Lipsmeier: „Positive Effekte der beiden Fusionen deutlich zu spüren“

Die Branche ist dieselbe, doch die Ergebnisse könnten unterschiedlicher nicht sein: Während einzelne Geschäftsbanken erhebliche Verluste vermelden mussten, hat sich die Volksbank Delbrück-Hövelhof auf dem regionalen Bankenmarkt wacker behauptet und mit ihren insgesamt 189 Mitarbeitern ein zufrieden stellendes Ergebnis erwirtschaftet. Zwar haben das anhaltend niedrige Zinsniveau und die weiter gestiegene Regulatorik dem Vorstandsquartett um Franz Lipsmeier (Vorsitzender), Ralf Eifert, Rudolf Hagenbrock und Jörg Horstkötter ein wenig die gute Laune genommen. Unter dem Strich reicht das auf Vorjahresniveau liegende Ergebnis jedoch komfortabel aus, um die Risiken im Kredit- und Wertpapiergeschäft abzuschirmen, das Eigenkapital weiter zu stärken und die 17.861 Mitglieder (unter ihnen 211 neue Teilhaber) mit einer 5,5-prozentigen Dividendenzahlung am Geschäftserfolg zu beteiligen.

Mit dem jüngsten Zahlenwerk sieht der Vorstand auch seine Geschäftspolitik der vergangenen Jahre bestätigt. „Das Zusammengehen mit den beiden Nachbar-Volksbanken Westerloh-Westerwiehe und Kaunitz war wichtig und richtig. Die erwarteten positiven Effekte aus beiden Fusionen sind in unserer Bilanz sind schon jetzt erkennbar“, meinte Vorstandsvorsitzender Franz Lipsmeier bei der Präsentation der 2015er Geschäftszahlen.

v.l. Franz Lipsmeier, Rudolf Hagenbrock, Thomas Henkenjohann, Ralf Eifert, Jörg Horstkötter

Gefragt war die Volksbank im vergangenen Jahr bei ihren Mitgliedern und Kunden gleichermaßen als Kreditgeber wie auch als sicherer Verwalter von Ersparnissen und Vermögenswerten. Zum Stichtag 31. Dezember hatte das Institut Ausleihungen an Kunden im Umfang von 393 Millionen Euro (plus 5,4 Prozent) in den eigenen Büchern. Unter Einschluss der vermittelten (Hypotheken-)Darlehen belief sich das Gesamtkreditvolumen auf 538 Millionen Euro (plus 5,5 Prozent).

Bei den bilanziellen Kundeneinlagen (Bestände auf Giro-, Festgeld- und Sparkonten) betrug der Zuwachs 8,9 Prozent auf 500 Millionen Euro. Einschließlich der Vermögenswerte, die die Bank für ihre Kunden bei Partnerunternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe verwaltet, beträgt das Anlagevolumen 791 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Bilanzsumme der Fusionsbank erhöhte sich im selben Zeitraum um 4,0 Prozent auf 660 Millionen Euro. Für ihre Mitglieder und Kunden betreut die Volksbank Delbrück-Hövelhof jetzt ein Kundengesamtvolumen (sämtliche Einlagen und Ausleihungen in der eigenen Bilanz und bei Partnerunternehmen) von 1,3 Milliarden Euro (plus 7,6 Prozent).

In das Jahr 2016 ist die Volksbank mit vorsichtigem Optimismus gestartet. Frische Impulse für das Kreditgeschäft erwarten die Vorstände von der Ausweisung mehrerer Baugebiete im Geschäftsgebiet. Rudolf Hagenbrock: „Hier können potenzielle Bauinvestoren von unseren ortskundigen und gut vernetzten Mitarbeitern profitieren.“

Ihre durch die beiden Fusionen erreichte Marktstellung wollen die Volksbanker weiter ausbauen. Die insgesamt zwölf Geschäftsstellen stehen aktuell nicht zur Disposition. Jörg Horstkötter: „Sie sollen weiter Dreh- und Angelpunkt der Kunde-Bank-Beziehung bleiben und künftig noch mehr als bisher für qualifizierte Beratungen in allen finanziellen Angelegenheiten genutzt werden.“ Derzeit prüft die Bank, wie sich die Öffnungszeiten mit den Bedürfnissen der Kunden an eine diskrete und ungestörte Gesprächsumgebung in Einklang bringen lassen.

Personell setzt die Volksbank auf ihr bewährtes Mitarbeiterteam, das sich zum großen Teil aus eigenen Kräften (sprich: ehemaligen Auszubildenden) zusammensetzt. Veränderungen kündigen sich an der Spitze des Instituts an: Mit dem absehbaren altersbedingten Ausscheiden von Franz Lipsmeier und Ralf Eifert wird der Generationswechsel im Vorstand endgültig vollzogen.

Ihren genossenschaftlichen Wurzeln will die Bank auch danach treu bleiben. Stichwort „Förderauftrag“: Allein im vergangenen Jahr hat das Institut karitative und gemeinnützige Zwecke in Delbrück, Hövelhof und Kaunitz mit rund 100.000 Euro gefördert. „An unserem Engagement für Kindergärten, Schulen und Vereine“, verspricht Ralf Eifert, „werden wir auch künftig in dieser Größenordnung festhalten.“