Delbrück, im Juni 2017

Volksbank schüttet 352.000 Euro an Mitglieder aus

Delbrück-Hövelhof will Chancen der Digitalisierung nutzen und Zukunft gestalten

„Herausforderungen annehmen – Zukunft gestalten“ – unter dieses Motto hat die Volksbank Delbrück-Hövelhof ihre diesjährige Vertreterversammlung gestellt. Für Vorstandsmitglied Jörg Horstkötter sind es vier Trends, die die Bankenbranche aktuell in Atem halten: Die anhaltende Niedrigzinsphase, die fortschreitende Digitalisierung, die demografische Entwicklung und die überbordende Regulatorik.

Vor allem der letzte Punkt, die ständig steigende Gesetzesflut, macht den Banken zu schaffen. In diesem Zusammenhang warnte Jörg Horstkötter davor, bei der Umsetzung von Vorschriften kleine und große Banken über einen Kamm zu scheren. Der Bankleiter: „Vor allem die kleinen Einheiten und die Vielfalt im Bankensektor leisten einen Beitrag zur Stabilität des Systems und zur Kreditversorgung. Diese positiven Errungenschaften dürfen nicht durch Regulierung und Aufsicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Wie die Volksbank Delbrück-Hövelhof die Chancen der Digitalisierung nutzen will, welches Filialkonzept sie verfolgt und wie sie das Thema „genossenschaftliche Beratung“ in die Praxis umsetzen will – darüber berichtete den Vertretern Vorstandsmitglied Rudolf Hagenbrock. Der Bankleiter gab zudem bekannt, dass die Volksbank ihre Angebotspalette um den Bereich „Immobilienverwaltung“ erweitern werde. Hagenbrock: „Wir sind dabei, ein entsprechendes Team aufzubauen.“

Personelle Kontinuität im Aufsichtsrat der Volksbank Delbrück-Hövelhof: Vorsitzender Josef Dresselhaus (3.v.l.), Christian Hartmann (4.v.l.), Uwe Graute (3.v.r.) und Jürgen Kersting (2.v.r.) wurden für drei weitere Jahre im Kontrollgremium bestätigt. Erste Gratulanten waren die drei Vorstandsmitglieder Rudolf Hagenbrock (l.), Thomas Henkenjohann (2.v.l.) und Jörg Horstkötter (r.).

Über Verlauf und Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres informierte die Vertreter Vorstandsmitglied Thomas Henkenjohann. Als sichtbares Zeichen für den 2016er Geschäftserfolg nannte er die Steuerzahlungen im Umfang von 2,0 Millionen Euro. Den Jahresüberschuss bezifferte der Bankleiter auf 2,052 Millionen Euro. Durch einen einstimmigen Beschluss der Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Josef Dresselhaus) erhalten die 17.757 Mitglieder daraus eine 4,0-prozentige Basisdividende und einen 0,5-prozentigen Bonuszuschlag. Summa summarum schüttet die Bank damit 352.000 Euro als Gewinnbeteiligung an ihre Anteilseigner aus. Der verbleibende Teil vom Überschuss fließt über die Rücklagen in das Eigenkapital, das damit einen neuen Höchststand von 68,7 Millionen Euro oder 9,9 Prozent der Bilanzsumme erreicht.

Einigkeit herrschte in der Vertreterversammlung auch bei den übrigen satzungsmäßig anstehenden Entscheidungen. Jeweils ohne eine Gegenstimme wurden der Jahresabschluss festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung erteilt. Und bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Josef Dresselhaus, Uwe Graute, Christian Hartmann und Jürgen Kersting einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.