Delbrück, im März 2017

Volksbank wächst über Plan

Delbrück/Hövelhof/Verl/Rietberg (eph). Die Volksbank Delbrück-Hövelhof hat die Fusion mit der benachbarten Volksbank Kaunitz erfolgreich verarbeitet und in größerer Einheit ihren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt. „Wir haben unsere Planzahlen in allen wichtigen Bilanzpositionen übertroffen und auch bei den außerbilanziellen Geschäften mit unseren Partnerinstituten aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe zum Teil deutlich zugelegt“, zog Vorstandsvorsitzender Jörg Horstkötter ein positives Fazit der vergangenen zwölf Monate.

Um 2,0 Prozent wollte das Institut im Jahr 2016 seine Bilanzsumme steigern. Tatsächlich gelang es der Kreditgenossenschaft mit ihren 184 Mitarbeitern (Vorjahr: 188), einen Zuwachs von 4,9 Prozent zu erwirtschaften. Zum Stichtag 31. Dezember hatte die Bilanzsumme einen Stand von 692,4 Millionen Euro.

Das Kundengesamtvolumen mit allen Einlagen und Krediten inklusive der von uns betreuten Produkte unserer Verbundpartner (Kundenwertpapierdepots, Bausparkasse Schwäbisch Hall, R+V Versicherung, Union Investment, WL-Bank usw.) stieg um rund 150 Millionen Euro auf 1.484 Millionen Euro.

Jörg Horstkötter (Vorstandsvorsitzender), Thomas Henkenjohann (Vorstand), Rudolf Hagenbrock (Vorstand)

Aufwärts ging es auch – trotz anhaltender Niedrigzinsphase – mit dem Anlagevolumen der Mitglieder und Kunden. Diese stiegen zum Jahresende um 14,7 Prozent auf 907 Millionen Euro. Erfreulich aus Sicht der Bank ist die Tatsache, dass dem Anstieg der Kundeneinlagen auch eine starke Kreditnachfrage gegenüberstand. Insgesamt 577 Millionen Euro (+7,2 Prozent) stellte die Bank privaten Wohnungsbauinvestoren und dem gewerblichen Mittelstand an Finanzierungsmitteln zur Verfügung.

Dass die Volksbank Delbrück-Hövelhof nicht nur mit ihren Mitgliedern und Kunden gut im Geschäft ist, sondern dabei auch ihre Kosten im Griff hat, lässt sich am so genannten Cost-Income-Wert ablesen. Dieser gibt an, wieviel Cent die Bank in die Hand nehmen muss, um einen Euro zu verdienen. Jörg Horstkötter: „Es ist uns gelungen, den Wert von 69,6 Cent auf 68,0 Cent zu verbessern. Unsere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung nach den beiden Fusionen der letzten Jahre beginnen damit erkennbar zu greifen.“

Zufrieden zeigt sich der Vorstandsvorsitzende demnach auch mit der Ertragslage des Instituts. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit 0,87% der durchschnittlichen Bilanzsumme über dem Vorjahresniveau und signifikant über der Planung. Dieses ermöglicht eine angemessene Dotierung der Rücklagen. Vom Geschäftserfolg der Volksbank sollen einmal mehr die 17.757 Mitglieder profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Vertreterversammlung vorschlagen, eine Basisdividende von 4,0 Prozent und – wegen des erfolgreichen Geschäftsverlaufs - einen Bonus von 0,5 Prozent als Gewinnbeteiligung auszuschütten. Ursprünglich geplant und in der letztjährigen Vertreterversammlung angekündigt war eine Dividende von 4,0 Prozent.

Stichwort „Vertreterversammlung“: Wer künftig Sitz und Stimme im „Bankparlament“ hat, entscheidet sich in den kommenden Tagen. In der Zeit vom 14. bis zum 23. März sind alle Mitglieder aufgerufen, ihre Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen und ihre „Abgeordneten“ für die Vertreterversammlung zu wählen. Dazu liegen in jedem der sechs Wahlbezirke Listen mit den Namen der Kandidaten aus.

Für die Mitglieder und Kunden bislang kaum spürbar hat sich die Volksbank eine neue Führungsstruktur gegeben. Seit dem 1. März stehen die drei Vorstände Rudolf Hagenbrock (Vertrieb), Thomas Henkenjohann (Steuerung) und Jörg Horstkötter (Produktion) in neuen Funktionen an der Spitze der Bank. Unterstützt wird das Trio dabei von einer neuen zweiten Führungsebene aus den Prokuristen Henrich Kettelhoit-Lohmann, Helmut Thielemeyer (beide Markt) und Andreas Joachim (Steuerung) sowie dem Generalbevollmächtigten Alfons Hesse (Produktion). Darüber hinaus ist die Repräsentanz neu geregelt: Rudolf Hagenbrock wird primär für den Geschäftsbereich Delbrück und Westerwiehe zuständig sein. Thomas Henkenjohann übernimmt als offizieller Vertreter die Angelegenheiten für Hövelhof und Kaunitz. Jörg Horstkötter wird zukünftig für die Gesamtbank repräsentative Aufgaben übernehmen.

In dieser Konstellation will die Volksbank ihren Erfolgskurs auch im laufenden Jahr fortsetzen. Unter dem Stichwort „Genossenschaftliche Beratung“ setzt die Bank dazu verstärkt auf das persönliche Gespräch von Mensch zu Mensch, wobei auch künftig jedem Kunden ein fester Mitarbeiter als erster Ansprechpartner in allen Finanzangelegenheiten zugeordnet wird.

Andreas Joachim (Prokurist), Helmut Thielemeyer (Prokurist), Henrich Kettelhoit-Lohmann (Prokurist), Alfons Hesse (Generalbevollmächtigter)