Delbrück, im Juni 2019

Dr. René Rübbelke (Mitte) rückt für Peter Kesselmeier (3.v.l.) in den Aufsichtsrat der Volksbank Delbrück-Hövelhof und komplettiert das 10-köpfige Gremium um den 1. Vorsitzenden Jürgen Kersting (3.v.r) und seinen Stellvertreter Meinolf Linnenbrink (2.v.l.). Die Vorstände Jörg Horstkötter (l.), Thomas Henkenjohann (2.v.r.) und Rudolf Hagenbrock (r.) freuen sich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Einstimmiges Votum der Vertreter für den Kurs der Volksbank

Horstkötter: „Die unheilige Dreifaltigkeit sorgt weiterhin für herausfordernde Situation.“

Schwarze Zahlen konnte das Vorstandstrio Jörg Horstkötter, Rudolf Hagenbrock und Thomas Henkenjohann auf der kürzlich stattgefundenen Vertreterversammlung im Landgasthof Schnittker präsentieren. Trotz leicht rückläufigem Jahresergebnis ein gutes Ergebnis unter Berücksichtigung der derzeitigen Rahmenbedingungen.

Null- und Negativzinsen, Digitalisierung und aufsichtsrechtliche Regulierung, in Bankkreisen als „unheilige Dreifaltigkeit“ benannt, drosseln nach wie vor die Ertragskraft der mittelständischen Banken. „Dennoch können wir froh sein, dass wir uns zur Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken zählen dürfen“, so Horstkötter. Im Vergleich zu den privaten Großbanken und öffentlich-rechtlichen Instituten fahren die Genossen in ruhigem Fahrwasser. Ein Grund dafür: Die Genossenschaftsbanken haben bereits vor Jahren ihre Kräfte gebündelt und sind in der Gruppe wirtschaftlich erfolgreich.

Was die Volksbank Delbrück-Hövelhof im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Beine stellte und welche Erfolge sie zu verzeichnen hatte, machte Vorstandsmitglied Rudolf Hagenbrock in seinen Ausführungen anhand von Bildern deutlich. Besondere Anerkennung erhielt die heimische Kreditgenossenschaft von der DZ-BANK für das engagierte Beratungsgeschäft im Bereich der alternativen Geldanlagen und der Fördermittelberatung und wurde als eine der besten Banken Deutschlands ausgezeichnet.

Dass die in den Vorjahren hohe Profitabilität, insbesondere der kleinen und mittelgroßen Banken, unter den derzeitigen Rahmenbedingungen leidet, machte Thomas Henkenjohann bei der Vorstellung der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich. Der Volksbank Delbrück-Hövelhof ist es erneut gut gelungen die fehlende Zinsmarge als wichtigste Ertragsquelle durch ein gestiegenes Provisionsgeschäft abzufedern. Die Kundenkredite stiegen um 4,4 Prozent, die Kundeneinlagen um 5,3 Prozent und die Bilanzsumme um 4,8 Prozent auf nunmehr 761,4 Millionen Euro.

Auch die Ertragslage stellt die Bank zufrieden. Gut zwei Millionen Euro hat die Bank als Jahresüberschuss ausgewiesen. Ein knappes Drittel davon – summa summarum 308.231 Euro - fließen als 4 prozentige Dividende zurück an die 17.446 Mitglieder. Dieser Beschluss erfolgte seitens der 78 anwesenden Vertreter, erstmals unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Kersting, ohne Gegenstimme. Ebenso einstimmig wurde der Jahresbericht festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet.

Als Aufsichtsratsmitglieder für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurden Wilma Kruse, Meinolf Linnenbrink und Bernhard Reinkemeier. Johannes Wolfslau schied aus Altersgründen nach 24 Jahren aus dem Gremium aus. Peter Kesselmeier stellte sich, nach 18 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit, nicht erneut zur Wahl. Für ihn wurde der 34-jährige Maschinenbauingenieur Dr. René Rübbelke aus Hövelhof-Riege in den Aufsichtsrat gewählt. Für sein jahrelanges Engagement in der genossenschaftlichen Mitverwaltung zeichnete Repräsentant Tobias Jasper den Hövelhofer Peter Kesselmeier mit der Silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes aus und wünschte ihm für sein vielseitiges ehrenamtliches Engagement, u.a. als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Hövelhof zukünftig mehr Zeit.

Ehrende Worte fand Tobias Jasper (re.) Repräsentant des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, für das jüngst ausgeschiedene Volksbank-Aufsichtsratsmitglied Peter Kesselmeier (li.) und seine Ehefrau Martina.