Delbrück/Hövelhof, im Oktober 2020

Goldene Ehrennadel für Josef Dresselhaus

Vertreter stimmen dem Kurs der Volksbank Delbrück-Hövelhof zu.

(v.r.) Jörg Horstkötter (Vorstand), Jürgen Kersting (Aufsichtsratsvorsitzender) und Rudolf Hagenbrock (Vorstand) bedankten sich bei Josef Dresselhaus und Uwe Graute für die gute Zusammenarbeit.

Die diesjährige Vertreterversammlung, die aufgrund der Corona-Pandemie vom Frühjahr in den Herbst verschoben werden musste, fand jetzt unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln im Landgasthaus Schnittker in Schöning statt. 50 stimmberechtigte Vertreterinnen und Vertreter folgten der Einladung und informierten sich über die Arbeit des Vorstandes und Aufsichtsrates der Volksbank Delbrück-Hövelhof.

Von den Stimmberechtigten gab es 100 Prozent Zustimmung für den Jahresabschluss 2019. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die heimische Kreditgenossenschaft ihre Position ausbauen, ein solides Wachstum verzeichnen und ein gutes Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erreichen. Das Kundengeschäftsvolumen stieg um 7,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 5,6 Prozent auf 677,0 Millionen. Das betreute Kundenanlagevolumen wuchs um 82,6 Millionen auf 1.006,9 Millionen. Die Bilanzsumme stieg um 3 Prozent auf 784,2 Millionen Euro. Auch die Ertragslage stellt die Bank zufrieden. Sichtbarer Ausdruck des Geschäftserfolges im Jahr 2019 sind aktuelle Steuerzahlungen in einer Größenordnung von 2,1 Millionen Euro. Gut 2,03 Millionen Euro hat die Bank als Jahresüberschuss ausgewiesen. Die Vertreter haben eine Dividendenausschüttung in Höhe von 2,5 Prozent beschlossen. Diese wird den 17.300 Mitgliedern in den nächsten Tagen gutgeschrieben. Weitere vorgesehene 1,5 Prozent Dividende wurden aufgrund der Forderung der Bankenaufsicht vorgetragen und werden voraussichtlich im nächsten Jahr an die Anteilseigner ausgezahlt.

Dass sich die Volksbank nicht nur mit Zahlen, sondern insbesondere mit ihrer eigenen Zukunft auseinandersetzt, zeigte Rudolf Hagenbrock in seinen Ausführungen auf. Steigende Regulatorik, Marktveränderungen und Kostendruck sind Herausforderungen, die Banken belasten. Sich rechtzeitig diesen zu stellen ist ein Arbeitsauftrag, den eine Projektgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen hat. „Erste gute Umsetzungsvorschläge liegen jetzt vor“, berichtet Rudolf Hagenbrock. „Ziel ist es unsere Bank zukunftsfähig zu gestalten“. So werden wichtige Kernthemen wie Beratungsqualität, Geschäftsstellenstruktur und Prozessoptimierung beleuchtet und effizienter gestaltet. Ein wesentlicher Auftrag ist die sukzessive Umstellung auf digitale Arbeitsabläufe.

Einen weiteren einheitlichen Beschluss in Richtung Digitalisierung fassten die Vertreter bei der Änderung der Satzung und der Wahlordnung. Zukünftig kann die Volksbank Vertreter- oder Wahlversammlungen digital durchführen. „In diesem Jahr sind wir durch die Corona bedingten Versammlungsverbote an Grenzen gestoßen“, so Vorstandsvorsitzender Jörg Horstkötter. Durch diese Änderung ist die Bank jetzt in der Lage notwendige Beschlüsse der Gremien auch digital herbeizuführen.Dennoch favorisieren wir die Vertreterversammlung wie bisher im Live-Format. Der persönliche Austausch ist und bleibt das Medium der ersten Wahl“, bekräftigt Horstkötter.

Die bevorstehenden Vertreterwahlen im Februar 2021 werden erstmalig in digitaler Form stattfinden. Mitglieder, die keinen Internetzugang haben oder nicht vertraut mit der Technik sind, werden dann in den Geschäftsstellen der Volksbank bei der Abstimmung technisch unterstützt.

Auszeichnungen für langjährige Tätigkeit

Josef Dresselhaus schied nach 32 Jahren als Mitglied des Aufsichtsrates aus Altersgründen aus. Als Dank für seine langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit überreichte ihm Repräsentant Tobias Jasper die goldene Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes - Verband der Regionen.

Josef Dresselhaus wurde 1988 in den Aufsichtsrat der Volksbank Kaunitz gewählt. Bis zur Fusion 2015 mit der Volksbank Delbrück-Hövelhof leitete er als Vorsitzender zehn Jahre das Gremium. 2016 übernahm Josef Dresselhaus den Vorsitz von Paul Berens für zwei weitere Jahre und gab 2018 den Staffelstab an seinen Nachfolger Jürgen Kersting ab. „Die Arbeit im Aufsichtsrat hat mir immer Spaß gemacht“, dankte Dresselhaus seinen Kollegen. Trotz Höhen und Tiefen gefiel ihm die konstruktive Zusammenarbeit und das faire Miteinander auf Augenhöhe.

Uwe Graute schied nach 12 Jahren aus dem Aufsichtsrat aus zeitlichen und privaten Gründen aus. Er wurde von Tobias Jasper ebenfalls mit einer Urkunde für seine Verdienste ausgezeichnet.

Uwe Graute (links, mit Ehefrau Yvonne) und Josef Dresselhaus (rechts, mit Ehefrau Elisabeth) wurden von Tobias Jasper (Genossenschaftsverband - Verband der Regionen) für ihre Verdienste ausgezeichnet.

Neues Aufsichtsgremium

Neu im Aufsichtsgremium der Volksbank Delbrück-Hövelhof ist die 45-jährige Professorin Dr. Anita Eusterbrock. Die gebürtige Österwieherin lebt gemeinsam mit ihrer Familie in der Gemeinde Verl-Kaunitz. Beruflich ist sie an der Fachhochschule für Betriebswirtschaft in Bielefeld tätig.

Christian Hartmann und Vorsitzender Jürgen Kersting wurden für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt und komplettieren das jetzt 9-köpfige Aufsichtsgremium.

Professorin Dr. Anita Eusterbrock freut sich auf die neue Aufgabe im Aufsichtsrat. Jörg Horstkötter, Jürgen Kersting und Rudolf Hagenbrock (von links) gratulieren zur Wahl.